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Wie Ultrafiltration funktioniert – und warum sie thermischer Desinfektion, UV-Behandlung und Umkehrosmose überlegen ist.

Was ist Ultrafiltration?

Ultrafiltration (UF) ist ein physikalisches Membranfilterverfahren. Bakterien, Legionellen und Partikel werden bei intakter und bestimmungsgemäß betriebener Anlage am Membranmodul mechanisch zurückgehalten – ohne Zugabe von Desinfektionsmitteln im regulären Filtrationsprozess.

Die Membranporen liegen im Bereich von 0,01–0,1 µm und sind damit kleiner als Bakterien und Legionellen. Filtrierbare Mikroorganismen werden am Membranmodul mechanisch zurückgehalten. Gelöste Stoffe passieren die Membran und sind gesondert zu bewerten; die hygienische Sicherheit der gesamten Trinkwasserinstallation hängt zusätzlich von Auslegung, Wartung, Hydraulik und Temperaturführung ab.

Was UF zurückhält

  • Legionellen und alle anderen Bakterien
  • Rost und Metallpartikel
  • Schmutz und Sedimente
  • Viren (teilweise)
  • Organische Partikel und Biofilm-Fragmente

Was UF durchlässt

  • Wasser-Moleküle
  • Mineralien (Kalzium, Magnesium etc.)
  • Keine Geschmacks- oder Geruchsveränderung
  • Kein Druckverlust durch intelligente Pumpensteuerung

Das GTS-Prinzip: 3 technische Innovationen

01

Aktiver Selbstschutz

Ein Filter muss groß genug sein, um Lastspitzen zu bewältigen – wird aber den Großteil des Tages nur schwach durchströmt. Genau dann können sich Mikroorganismen auf der Filteroberfläche anlagern. Eine integrierte Pumpe hält die Strömung durch den Filter auch bei geringer oder keiner Wasserentnahme aufrecht. Die Membran wird kontinuierlich umspült, was die Anlagerung von Mikroorganismen auf der Filteroberfläche reduziert.

02

Crossflow-Prinzip

Bei herkömmlichen Filtern setzt sich Schmutz direkt auf der Filteroberfläche ab – kurze Standzeiten und hohe Wartungskosten sind die Folge. Das Crossflow-Prinzip lässt das Wasser mit hoher Geschwindigkeit entlang der Filtermembran strömen – Ablagerungen werden kontinuierlich weggespült, bevor sie sich festsetzen. Das Ergebnis: Längere Filterstandzeiten (Austausch frühestens nach 24 Monaten), weniger Wartung, geringere Betriebskosten.

03

Intelligenter Druckausgleich

Jeder Filter erzeugt Widerstand. Bei hoher Wasserentnahme würde das bei herkömmlichen Anlagen zu einem spürbaren Druckabfall führen. Die intelligente Pumpensteuerung gleicht den Druckverlust automatisch und in Echtzeit aus. Der Wasserdruck bleibt konstant – egal wie viele Zapfstellen gleichzeitig geöffnet sind.

Rechtliche Grundlage & Anerkennung

Der Einsatz einer Ultrafiltrationsanlage in einer konkreten Trinkwasserinstallation ist im Einzelfall – produkt-, einsatzort- und betriebsbezogen – mit dem zuständigen Gesundheitsamt und unter Berücksichtigung der jeweils geltenden Regelwerke abzustimmen. Folgende Grundlagen sind dabei einschlägig:

TrinkwV

Trinkwasserverordnung in der jeweils geltenden Fassung. § 20 TrinkwV regelt Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren – maßgeblich ist die vom Umweltbundesamt geführte und im Bundesanzeiger veröffentlichte Liste.

DVGW W 551

Trinkwassererwärmungs- und Trinkwasserleitungsanlagen; technische Maßnahmen zur Verminderung des Legionellenwachstums. Der DVGW hat zur aktuellen Einordnung von UF-Anlagen in Trinkwasserinstallationen Stellung genommen.

DIN EN 14652

Anlagen zur Aufbereitung von Trinkwasser innerhalb von Gebäuden – Membranfilteranlagen. Die GTS-Anlagen werden in Anlehnung an diese Norm ausgelegt.

VDI/DVGW 6023

Hygiene in Trinkwasser-Installationen – Betrieb und Instandhaltung.

Trinkwasserzulassung der Bauteile

Die wasserberührenden Bauteile der GTS-UF-Anlagen verfügen über trinkwasserrechtliche Eignungsnachweise. Aussteller, Zertifikatsnummer und Geltungsbereich werden objektbezogen offengelegt.

Gesundheitsamt

Die rechtliche und hygienische Bewertung des Einsatzes erfolgt einzelfallbezogen durch das zuständige Gesundheitsamt. GTS unterstützt bei der Vorbereitung der erforderlichen Unterlagen.

UF im Vergleich

Wie sich GTS-Ultrafiltration gegen andere Wasserbehandlungs-Verfahren behauptet – ein fairer Überblick nach Wirkprinzip, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit.

UF vs. Thermische Desinfektion

KriteriumGTS UltrafiltrationThermische Desinfektion
WirkprinzipPhysikalische MembranbarriereTemperatur (≥70°C)
Wirkungsweise am EinbauortMechanischer Größenausschluss am MembranmodulWirkung abhängig von gleichmäßiger Wärmeverteilung
EnergiebedarfNiedrig – Temperaturen absenkbarHoch – dauerhaft 60°C+ nötig
ResistenzrisikoKein Risiko (physikalisch)Potenzielle Wärmeresistenz möglich
KorrosionKeineErhöhte Rohrermüdung bei hohen Temp.
VerbrühungsrisikoKeinesBei Thermischer Desinfektion erhöht
Kosten langfristigNiedriger (Energieeinsparung)Höher (hoher Energieverbrauch)

UF vs. UV-Desinfektion

UV-Anlagen bestrahlen das Wasser am Durchflusspunkt und zerstören dabei die DNA der Mikroorganismen. Klingt gut – hat aber entscheidende Schwächen für den Leitungsschutz im Gebäude.

KriteriumGTS UltrafiltrationUV-Desinfektion
WirkprinzipPhysikalische MembranbarriereUV-C-Bestrahlung (DNA-Zerstörung)
Partikel, Rost, MikroplastikWerden zurückgehaltenPassieren die Anlage ungehindert
Biofilm im NetzReduziert – Nährstoffe werden durch die Membran zurückgehaltenVerstärkt – tote Zellen nach UV dienen dem Biofilm als Nährstoff
WartungMembrantausch frühestens nach 24 MonatenJährlicher Lampentausch, Quarzhülse reinigen
LeistungsüberwachungKontinuierlich messbarSchleichender Wirkverlust durch Alterung oft unbemerkt
Tote MikroorganismenWerden zurückgehaltenVerbleiben im Wasser (Endotoxin-Risiko)

UF vs. Umkehrosmose (RO)

Umkehrosmose arbeitet mit Nanoporen-Membranen unter hohem Druck. Für Meerwasserentsalzung und hochreines Prozesswasser die richtige Wahl – für den Legionellenschutz im Gebäude die falsche.

KriteriumGTS UltrafiltrationUmkehrosmose
WirkprinzipUltraporöse Membran (Mikrofiltration)Nanoporöse Membran unter hohem Druck
EinsatzgebietTrinkwasserhygiene im GebäudeEntsalzung, Laborwasser, Sonderanwendungen
MineralienBleiben vollständig erhaltenWerden entfernt – demineralisiertes Wasser
WasserverlustWeniger als 0,1% des DurchsatzesHoch – typisch 50–75% Konzentrat als Abwasser
Betriebsdruck & EnergieNormaler Hausdruck, geringer Energiebedarf10–15 bar Betriebsdruck, eigene Hochdruckpumpe nötig
Korrosion im NetzKeine – Wasser bleibt ausgeglichenPermeat ist weich/aggressiv und kann Leitungen angreifen
Eignung für WarmwasserKerntechnologiePraktisch ungeeignet, nicht wirtschaftlich
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